Android: keine gescheiten Newsreader?

Von der Suche nach einer guten App

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle die App Flym empfohlen. Einige Monate habe ich die Anwendung gerne genutzt, jetzt ist sie Schrott. Wieso?

Die meisten Newsreader nutzen als Quelle auch Suchmaschinen, in erster Linie Google. Dort gab es eine Schnittstelle, die auch von Flym genutzt wurde.

Nun hat Google umgestellt, nutzt ein komplett anderes Frontend und offensichtlich auch neue Schnittstellen. Das Ergebnis zeigt sich in unbrauchbaren Feeds. Klickt man dann auf eine News, landet man auf der Startseite der Google News.  Sehr ärgerlich.

Newsreader gibt es wie Sand am Meer. Sollte doch kein Problem sein,  Ersatz zu finden, oder?

Es gibt sehr viele Apps zum Thema News. Einige davon haben sich mein Bruder und ich angeschaut. Das Ergebnis ist nur bedingt befriedigend. Doch klären wir erstmal, was man (ich) von einer App dieser Art erwarten darf:

Was kann ein Newsreader? (für Einsteiger)

Die Hauptfunktion ist die Verwaltung von Newsfeeds, also Angeboten im Netz, die aktuelle Informationen in Form eine RSS-Feeds (es gibt noch mehr) anbieten. Auch dieser Blog bietet 2 Feeds an: Neue Artikel und neue Kommentare, siehe rechts auf dieser Seite (oder im Smartphone ganz unten). Ein Feed ist nichts weiter als eine Überschrift, ein kurzer Text und ggf. ein Bild.

Man spricht dann von abonnieren, wenn man diese Quelle, diesen Feed, mit einem geeigneten Programm (Newsreader oder auch Outlook und Thunderbird) automatisiert abruft. So bekommt man einen Kurztext, ggf mit Bild und Überschrift, ähnlich einer Mail.

Auf diese Art kann man sehr gezielt und ohne großen Zeitaufwand die Nachrichten aus selber gewählten Quellen zusammenstellen. Ich biete hier einen Feed an, damit meine Leser sich informieren lassen können, wenn es mal wieder einen neuen Artikel gibt. Ein Abo hat also nichts mit bezahlen und anderen Verpflichtungen zu tun.

Um ein Abo zu beenden, löscht man einfach die Quelle im Reader.

Warum Flym gut war und welche Funktion bei den meisten Apps fehlt

Machen wir ein Beispiel: Ich hätte gerne ein paar Nachrichten aus Politik und Sport, will möglichst viel vom VfL Bochum lesen und mich noch über neue Technologien informieren lassen.

Auf spiegel.de und/oder tagesschau.de finde ich jede Menge Feeds aus den diversen Rubriken der Anbieter, mehr als ich je lesen kann. Beim kicker.de gibt es sogar einen Feed zu meinem Verein. So weit so gut. Allerdings ist mir das Angebot zu einseitig. Nun könnte ich mich auf die Suche machen und würde jede Menge Sportfeeds finden, aber das ist mir nun plötzlich zu viel und die vielen Ergebnisse zu unscharf. Nicht optimal.

Eine ganz befriedigende Lösung hat Flym mit der Einbindung der Google-Stichwortsuchen geboten. Google deckt eine riesige Menge an Quellen ab und ich kann meine Stichwortsuchen (zB. 3D-Druck oder Bitcoin usw.) abonnieren und bekomme News aus sehr vielen unterschiedlichen Quellen als Feed in meinen Reader.

Aber das funktioniert nicht mehr. Der Entwickler hat zwar eine neue App in den Appstore gestellt, aber die ist entweder noch nicht fertig oder einfach schlecht. Support wird leider nicht geboten. Das ist keine Lösung.

Welche Alternativen bleiben?

Ein einfacher Reader ohne die beschriebene Funktion der Stichwortsuche ist keine Alternative. Wenn dir das reicht, wirst du schnell fündig, wenn du das Stichwort Newsreader im playstore eingibst.

Flipboard

Es gibt Programme, die verfolgen den Ansatz: Sag mir, was dich interessiert und ich stell dir News zusammen. Ein populäres Beispiel ist Flipboard. Das Ergebnis wird hübsch präsentiert und tatsächlich blätter ich ab und an durch. Ein Ersatz für eine übersichtliche, schnelle Anzeige von Schlagzeilen ist das nicht und scheidet für mich aus.
Wenn man Artikel zu einem Thema zusammentragen möchte, ist das hingegen mit Flipboard sehr einfach möglich. Mit einem Klick kann man sein eigenes Magazin füllen. Artikel kommentieren oder verfassen ist ebenfalls möglich. Beispielhaft zeige ich euch hier mein Magazin zum VfL Bochum.

Um es kurz zu machen, nur eine App haben wir gefunden, die eine S

tichwortsuche als Feed einbinden kann: Feedly

Feedly

Hab ich vor Jahren schon mal genutzt und bin dann da wieder weg, weil ich mich damals nicht anmelden wollte und ich die Präsentation zu aufgeblasen fand. Das muss jeder selber beurteilen.

Wenn man sich ein Konto angelegt hat (eMail und Nutzername), kann man sich tatsächlich so ähnlich wie bei Flym seinen Mix aus Feeds und Stichwortsuchen basteln.

Es ist nicht so einfach wie bei Flym, aber auch kein Problem. Mit einem Wisch konnte man in Flym die ungewollten Schlagzeilen löschen. Die Funktion gibt es, aber lange nicht so schnell und einfach.

Wenn man irgendwann mal mit dem Heulen aufgehört hat, bietet sich mit Feedly eine brauchbare Alternative – die einzige?

Ich bin nicht so vermessen, dass ich das wirklich beantworten könnte und nehme daher den Publikumsjoker.
Kennt ihr Feedly oder kanntet ihr Flym? Habt ihr bessere Alternativen (für Android)?

Sehr gerne schaue ich mir eure Tipps und Empfehlungen an. Schreibt einfach einen Kommentar. Vielen Dank.

Spiel des Lebens auf chinesisch

Das Sozialkreditpunktesystem

China macht aus dem ganzen Leben ein gigantisches Spiel mit Punkten. Wer sich innerhalb des Regelwerkes bewegt bekommt Punkte, wer dagegen verstößt, wird bestraft.
Wenn man dem Artikel in der FAZ Glauben schenkt, dann punktet man u.a. mit Gesetzestreue, moralischem Wohlverhalten, sozialem Engagement und zum Beispiel Aktivitäten im öffentlichen Interesse und Umweltschutz.

Wer nicht punktet wird bestraft. So können Chinas Entscheider künftig auch festlegen, welches Produkt Punkte bringt und welches nicht. Ausländisches Auto? Geht gar nicht: 0 Punkte.
Man benötigt nur wenig Fantasie für weitere Beispiele. Doofes Spiel, die Bank gewinnt immer.

Quelle: FAZ.
Weitere Artikel zum Thema: Das Ende der Freiheit.

Vielen Dank an Matthias für den Hinweis auf den Artikel

China ist überall

Wir müssen nicht bis China gucken, haben selber genug Überwachung im Lande oder im Netz. Schlimmer, wir geben unsere Privatsphäre sogar freiwillig her und finden die Werkzeuge auch noch cool (WhatsApp, google, Facebook usw).

Wie weit die Überwachungstechnik ist, konnte man am Rande der letzten Wahlkämpfe beobachten oder der Fachpresse entnehmen.

Quasi ein  Nebenprodukt der Überwachungsindustrie ist eine Software von Microsoft.

Zeige ein Bild mit einem Gesicht und die Software sagt dir das Alter der Person.

Ausprobiert habe ich das und es funktioniert erschreckend gut. Nimm am besten ein Bild von deinem Nachbarn ;o)

Möchtest du auch mal? Hier geht es zum Dienst von Microsoft.

Film: Die wunderbaren Kräfte der Hypnose

Schon in der Schule hat mich das Thema Hypnose beschäftigt, als irgendein Magier seine Hypnosekünste vorstellte und reihenweise Menschen von meiner Schule in Trance versetzt hat.

Damals habe ich nach dem Trick gesucht, dem doppelten Boden. Skeptisch ist zu wenig, ich war ablehnend ungläubig.

Dann hatte ich das Glück den Onkel eines Schulfreundes zu erleben. Vizeweltmeister der Magier (nein, Hypnose hat nichts mit Magie zu tun, ist aber dennoch magisch 🙂, schon in den USA bekannt und bei uns im TV (Grüße an Claudius, falls er je hier entlang kommt :). Jedenfalls hat der nicht nur unglaubliche Fertigkeiten mit Spielkarten drauf gehabt, er hat Claudius vom Fleck weg hypnotisiert und gegen seinen Vater ‚antreten‘ lassen.

Ohne näher auf diese Begebenheiten eingehen zu wollen, das war sehr beeindruckend und vor allem, es war kein Trick im Sinne von veräppeln.

Mich hat das damals zu dieser Denkweise gebracht: Wenn das Hirn mit Impulsen und Schwingungen arbeitet, die durch den Körper gehen, umgewandelte Signale, die durch unsere Sinne erfasst werden, um wieder in elektromagnetische Schwingungen gewandelt zu werden, dann ist es fast sicher auch möglich, die Signale auch von außen zu geben… Das fand ich faszinierend bis abschreckend.

Bei diesem Halbwissen ist es lange geblieben, immer vermengt mit dem unguten Gefühl, dass man bei Hypnose willenloses Opfer eines Weißkittels ist… nee, geh weg.

Seit einiger Zeit erlerne ich die Meditation, u.a. als Mittel gegen Schmerzen. Auch da musste ich erst meine Vorurteile über Bord werfen, mein inneres Bild korrigieren, von sektenähnlichen Wesen, die gemeinsam wirr reden und ommm machen :o) So in etwa.

Ich tue mich immer noch schwer, wenn bei Übungen zu viel Klangschale und Singsang dabei ist, das ist eben nicht meins.

Aber ich habe mittlerweile ein eigenes Meditationskissen, gestalte also mein eigenes Ritual. Das könnte man auch weglassen, aber es hilft mir einen bestimmten Zustand schneller zu erreichen, weil man neben Bildern auch das mittlerweile bekannte Gefühl der Entspannung (Schwere) mit seinem Ritual verbindet und diese Erinnerung nach einer Weile immer schneller abrufen kann. Die Meditation verstehe ich dabei als eine Art Vorstufe der Hypnose. Und diese Kraft zu erleben, die eigene Kraft, das ist was schönes, erhebendes, positives.

Achtung: Film nur bis 15.11.2017 abrufbar

Etwas mehr als gefährliches Halbwissen und meine mäßig beschriebenen Erfahrungen vermittelt der Film, der diese Tage auf Arte lief und bis zum 15. November 2017 zur Verfügung steht.

Video: Die wunderbaren Kräfte der Hypnose (52 Minuten)

Gefällt dir der Beitrag? Du kannst dem Blog folgen  und dir per eMail sagen lassen, wenn es was Neues gibt. Siehe rechts im Menü…

Vielen Dank an Stefan für den Hinweis auf den Film!

 

 

VfL leiht sich Top-Talent

Leihgeschäft

Der VfL Bochum wird zum Ende der Transferperiode noch mal aktiv. Nur geliehen und nur bis zum Saisonende könnte man sagen, interessant ist der Mann trotzdem. Immerhin ist er für den königsblauen Nachbarn so wichtig, dass man seinen Vertrag jetzt schon bis 2020 verlängert hat (bevor er sich vermutlich in den VfL verliebt). Luke Hemmerich ist sein Name und er ist einer für das defensive Mittelfeld. 19 Jahre, gebürtiger Essener.

Etwas wehmütig denke ich an Leon Goretzka zurück, der (zu) früh abgegeben werden musste. Und er war ja nicht der einzige Leistungsträger. Will Bulut vielleicht schon wieder zurück? 🙂

An dieser Stelle ein kurzes Fazit des Spiels gegen Dresden, dem ersten Heimsieg der Saison: Eine Halbzeit gut, zweite Halbzeit kaum anwesend. Unverständlich wenig hat nach der Pause funktioniert.

Was wäre der VfL Sturm ohne Felix Bastians, für den ich mich sehr freue. Seine 2 Tore waren ganz, ganz wichtig. Die Körpersprache nach den Treffern zeigte deutlich das Ziel des Kapitäns: GEWINNEN. Sehr vorbildlich, fast sogar drei Treffer…

Den dritten Treffer hat dann Lukas Hinterseer gemacht (Endstand 3:2). Auch ganz wichtig. Der braucht Selbstbewusstsein und Erfolg, wie jeder Stürmer. Ganz klar ein Hoffnungsträger.

Das Sorgenkind war indes das Mittelfeld, da hat nicht wirklich viel funktioniert, teilweise ein sehr schwaches Aufbauspiel mit vielen Fehlern. Und damit sind wir wieder beim Thema. Verstärkung auf der Sechs kann Bochum gut gebrauchen. Herzlich willkommen beim VfL!

Mehr Berichte und mehr VfL in ‚meinem‘ VFL-Bochum-Flipboard

Thema Solar: Noch interessant oder wieder out? Experteninterview.

Die Kraft der Sonne

Nach anfänglichem Hype um das Thema Solarenergie, vielen Fördergeldern, etlichen Firmengründungen und fast genauso vielen Pleiten, ist es ruhig geworden um das Thema. Wir fragen nach, ob es sich als Privatmensch lohnt, das Thema weiterhin zu verfolgen.
Wir freuen uns, dass wir dazu Stefan befragen können. Stefan ist seit etlichen Jahren in der Branche tätig, hält u.a. Vorträge und weiß, wie es um die Solarenergie, bzw deren Nutzung, bestellt ist.

Tom: Hallo Stefan, du bist schon sehr lange an dem Thema Solar dran. Ist der Hype vorbei oder geht es erst richtig los?

es muss nicht immer ein ganzes Dach sein

Stefan: Zu den Pionieren habe ich nicht gehört, bin aber seit 2010 aktiv dabei. In dieser Zeit habe ich die ein oder andere Anlage projektiert, vertrieben und installiert. (zwinkert, Anm. d. Red.)

Von einem Hype kann man nicht mehr sprechen, der ist in der Tat erstmal vorbei.
Aber es gibt Gründe, sich eine Photovoltaikanlage zu installieren:

Kosten sparen. Das klappt am besten, indem ich auf der einen Seite weniger Strom einkaufen muss und auf der anderen Seite überschüssigen Strom zu ähnlichen Preisen verkaufen kann. Beides trägt zur Abzahlung der Anschaffungskosten bei. Seit April 2012 bekommt man bei der Stromeinspeisung aber weniger, als der Strom im Einkauf kostet.
Wenn ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, hält sich mein Eigenverbrauch tagsüber, wenn die Sonne scheint, in Grenzen und ich muss den Strom billig an den Netzbetreiber verramschen. Das ist nicht attraktiv und hat das Interesse an Photovoltaikanlagen zurückgehen lassen. Wenn ich allerdings tagsüber zuhause bin und ein paar Euro über habe, würde ich mir sofort ein Angebot erstellen lassen.

Tom: Wäre es dann nicht eine logische Alternative, den selbst erzeugten Strom in einem Batteriesystem zu speichern, um ihn später verbrauchen zu können, wenn man zuhause ist?

So schick kann das aussehen

Stefan: Ein paar Überlegungen sprechen dagegen: Photovoltaik-Batterien kosten noch eine ganze Menge. Bei der Speicherung in Batterien und der späteren Entnahme habe ich außerdem Verluste. Mir steht also weniger Strom vom Dach zur Verfügung als ursprünglich erzeugt wurde.
Die Amortisationsrechnungen, die ich kenne, ignorieren diese Verluste gern. Solche Speicher rechnen sich nur, wenn in der Zukunft der Strompreis massiv steigen würde. Bloß wie der sich entwickelt, ist beim Anlagenkauf heute reine Spekulation. Es ist also eine gehörige Portion Unsicherheit im Spiel. Ökologisch ist es auch nicht unkritisch, da mir keine Anlage bekannt ist, mit der Lithium-Ionen Akkus am Ende der Lebensdauer, also nach ca. 20 Jahren, recycelt werden könnten.

Tom:  Ich hätte gedacht, Solar erhält noch schneller Einzug bei z.B. Kleidung, Rucksäcken, Autodächern, usw. Warum gibt es das nicht? Sind die Flächen nicht groß genug?

Stefan: In der Tat ist die Leistung auf den kleinen Flächen begrenzt. Wenn Du

Solar Panels bei einem Kunden von Stefan

auf einem Autodach einen halben Quadratmeter hast, erzeugst Du bei guter Sonneneinstrahlung gerade einmal um die 60 W, soviel wie in den Zeiten vor der LED eine Glühbirne verbraucht hat. Oft ist es weniger, weil der Himmel nur bedeckt ist.
Damit kommst Du nicht allzu weit. An Kleidung ist die Fläche kleiner und die Ausrichtung zur Sonne ungünstiger. Bei Betrachtung der elektrischen Leistung ist das nur für Anwendungen mit geringem Energieverbrauch interessant. Auf der anderen Seite ist die Lebensdauer von Kleidung nicht allzu lang und damit erzeugst Du wieder jede Menge Elektroschrott.

Tom: Wie bekommt man denn als Laie heraus, ob ein Panel groß genug ist, bzw. ausreichend Ladestrom fließt? Kann man das selber errechnen ohne Physikstudium oder Elekrikerausbildung?

Beispiel Powerbank. Nehmen wir eine mit 10.000 mAh. Wie groß müsste ein Solarpanel sein, wenn das Gerät innerhalb von 3 Tagen komplett geladen sein soll, Sonne mal vorausgesetzt. Was ist denn ein guter Wert für Ladestrom?

Stefan: In Norddeutschland erzeugen Module eine Leistung von durchschnittlich 100 W / m2. Damit kannst Du ausrechnen, dass Deine Powerbank, die 50 Wh haben müsste, 70 cm2 Modulfläche erfordert, um bei durchschnittlichem Wetter in 3 Tagen geladen zu werden.
Wenn ich die Verluste in Ladeeinheit und Batterie berücksichtige, lande ich bei 90 cm2. Das sind z.B. 9 cm x 10 cm. In der trüben Jahreszeit würde ich höher gehen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, liegt der Ladestrom bei bis zu etwa 270 mA.
Das ist nicht ganz mein Fachgebiet. Normalerweise projektieren ich Anlagen für Hausdächer. Eine Powerbank nutze ich nicht, da eigentlich immer irgendwo eine Steckdose in der Nähe ist. Und für das Auto gibt es Adapter zum Anschluss ans Bordnetz. Wichtig ist mir dabei auch, dass Powerbanks natürlich nur wenige Jahre Lebensdauer haben und dann im Elektroschrott landen. Das möchte und muss ich nicht unterstützen.

Tom: Mal weg von den kleinen Geräten. Du installierst, wie du erzählst, selber Solaranlagen auf dem Dach der Kunden, bzw. konzipierst das und lässt montieren, ist das korrekt?
Ich habe die App gesehen, mit der du den täglichen Bericht abrufen kannst, was die Anlagen leisten. Das klingt super. Kann man damit als Kunde tatsächlich Strom sparen? Wie lange muss die Anlage laufen, damit alle Kosten für Montage und Service Pi mal Daumen wieder drin sind? Und welche Summen bewegt man da etwa?

Stefan: Nach der Planung biete ich dem Kunden eine Anlage an und

Fachgerechter Aufbau

beantworte seine/ihre Fragen. Nach der Beauftragung bestelle ich das Material und die Handwerker. Am Installationstag bin ich vor Ort, um sicherzustellen, dass alles richtig installiert und angeschlossen wird. Nebenbei kümmere ich mich um die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber.
Es gibt für alle Wechselrichter – das sind die Komponenten, die den Strom vom Dach in das umwandeln, was wir aus der Steckdose kennen – Möglichkeiten, sich den Verbrauch über das Internet anzusehen. Auf dem gleichen Weg wird man auch über Störungen benachrichtigt.

Bei den von mir geplanten Anlagen lagen die Amortisationszeiten zwischen acht und zwölf Jahren. Aber das muss natürlich für jede Anlage individuell ermittelt werden und hängt unter anderem davon ab, wie das Haus ausgerichtet ist und wie alt der Zählerschrank ist (es gibt bei Zählerschränken keine Bestandsgarantie. Wenn er alt ist, muss man oft einiges erneuern. Und wenn man da einmal anfängt…).

Die Vergütung nach dem EEG, dem Erneuerbare Energien Gesetz, ist für 20 Jahre plus dem Installationsjahr pro Kilowattstunde festgelegt. Damit weiß man, was man für an den Netzbetreiber verkauften Strom bekommt. Der Wert des eigenverbrauchten Stroms hängt natürlich vom Wert bzw. Preis des vermiedenen Stromverbrauchs ab.

Eine kleine Anlage, d.h. in einer sinnvollen Größe für ein Einfamilienhaus, kostet zwischen 5000 € und 6000 €.

Tom: Gibt es Dächer, wo du sagst, das geht hier nicht? Oder geht jedes Dach? Wo geht es besonders gut oder besonders schlecht?

Stefan: Dächer Richtung Süden bringen den höchsten Ertrag. Mit der Änderung der Richtung sinkt er etwas. Wenn man aber nur morgens und abends zuhause ist, kann es auch sinnvoll sein, die Anlage auf ein Ost-West-Dach zu setzen, um Erzeugung und Eigenverbrauch abzustimmen.

Ein KO-Kriterium ist es, wenn die Tragfähigkeit des Dachs zu knapp ausgelegt ist und es damit das zusätzliche Gewicht des Dachgestells und der Module nicht verkraften würde. Das kommt aber eher mal bei Supermarktdächern vor. Mir ist noch kein Dach eingestürzt (lacht).

Dächer mit Blitzableitern müssen vorsichtig geplant werden. Da sind Trennabstände einzuhalten oder DC-Trenner und hochvoltfeste Erdungskabel zu verwenden. Diese Aufwände und Kosten müssen von vornherein berücksichtigt werden. Hier liegt auch der Grund, warum man die Planung als Laie nicht selber machen sollte.

Tom: Du bist in Niedersachsen zuhause, machst du das nur vor Ort oder ist das egal, wer dich beauftragt?

Stefan: Die meisten meiner Anlagen sind in Niedersachsen montiert und in Betrieb, ich habe aber auch schon eine in der Nähe von Freising bei München installiert und aktuell eine Anfrage aus dem Raum Düsseldorf. Hilfreich ist, wenn der Kunde einen Haus-und-Hof-Elektromeister seines Vertrauens hat, mit dem ich dann kooperieren kann.

Tom: Vielen Dank, Stefan. Ich wünsche Dir viel Erfolg und allzeit gutes Wetter. Kommentare und Anfragen leite ich an dich weiter.

Stefan: Vielen Dank für die interessanten Fragen. Bitte meldet euch, wenn noch etwas unklar ist. Entweder über einen Kommentar hier oder über Tom (vielen Dank dafür).

Fröndenberg/Ruhr: Helis in der Nacht

Aufregung in der Nacht

Bild: Feuerwehr Menden

Wenn alles schläft und entsprechende Ruhe eingekehrt ist, dann ist ein Hubschrauber gut zu hören. Es klang fast, als wäre er direkt über dem Haus im Einsatz.
Mit Suchscheinwerfern ausgestattet, flogen zwei Helikopter die Ruhr entlang. Vermisste Person? Terror? Gefängnis-Krankenhaus-Ausbruch?

Am nächsten Tag war dann klar wieso und warum überhaupt. Ich freue mich, dass in der Presse steht: „Mit gutem Ende“.

Hier geht es zum Artikel vom „Rundblick Unna“

Mehr als hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst suchten in einer koordinierten Aktion mit Hilfe von Wärmebildkameras, zwei Booten und Polizeihubschrauber mehrere Kilometer Uferbereiche und Wasserflächen ab. Ein Diensthund der Polizei wurde ebenfalls zur Unterstützung hinzugezogen

Die Gutachterrepublik

Wenn das Recht auf der Strecke bleibt (ARD-Dokumentation von 2015)

ein Beitrag von Sticky

Eine erschreckende, alarmierende Dokumentation, die auch 2 Jahre später nicht weniger gruselig ist. In Ansätzen habe ich in den letzten Jahren meine eigenen Erfahrungen gemacht und erkenne einiges in der Doku wieder.

Die Macht der Amtsärzte und Gutachter, Gutachten nach Aktenlage und die Tricks der Versicherungen, alles das macht wütend. Ich habe schon Berichte über mich gelesen, 10 Seiten stark, nach 5 Minuten Gespräch mit einem Unbekannten.

Wie schnell man da richtig Probleme bekommt, weil irgendein Hansel völlig falsche Dinge ins Dokument schreibt, es ist kaum zu glauben, es ist kriminell.

Da tut so ein Bericht gut, ich bin nicht allein. Andere sind weitaus schlimmer betroffen. Trotzdem bekomme ich Angst. Ich bin der Willkür ausgesetzt. Hoffentlich habe ich mehr Glück, als die Menschen in dem Film. Und hoffentlich wird die Politik hier aktiv, zumindest einen Teil des Schreckens könnte man verhindern. Es wird im Film auch gesagt, wie: Gutachten müssen anonymisiert ablaufen. Der Gutachter sollte nicht wissen, für wen ein Gutachten erstellt wird, dann ist viel gewonnen.

Puh, erstmal schütteln. Ist das krank.

Zensur: Das Original-Video ist vor etwa einem Jahr vom WDR bei Youtube gelöscht worden, auf eigene Veranlassung, so der Sender. Das vorliegende Material scheint aus privater Quelle zu stammen. Die eigentliche Doku dauert nicht so lange, wie das Video ist. Laufzeit: 44 Minuten. Wahrscheinlich fällt es so durchs Raster 😉 Guckst du besser schnell…

Oh, du mein VfL

Fußball und die letzten Rätsel der Menschheit

“You can change your wife, your politics, your religion, but never, never can you change your favorite football team.” – Eric Cantona

vflDies Zitat von Eric Cantona ist die niederschmetternde Wahrheit.

Konnte ich mir den Verein einst selber aussuchen? Wer bestimmt das? Was steckt dahinter?

Diese elementar wichtigen Fragen wurden Jahrzehnte lang von der Forschung vernachlässigt, wenn nicht sogar ignoriert.

Damit ist jetzt Schluss. Der leidgeprüfte RWE-Anhänger Catenaccio 07 hat nicht nur das Cantona-Zitat auf seiner Seite, sondern er belebt die uralte Frage der Menschheit neu. Sehr unterhaltsam.

Der VfL Bochum 1848 e.V. in den Medien

Der VfL hat natürlich eine Homepage und die Redaktionen einiger Zeitungen berichten regelmäßig über den Verein.

Die interessantesten Artikel sammel ich in einem Flipboard, echte VfL-Fans finden dort schnell die aktuellsten Zeitungsartikel, Pressekonferenzen und Transfers –  alle an einem Platz.

Wer dann immer noch nicht genug VfL hat, kann fröhlich mitzwitschern, Twitter-Account vorausgesetzt: