Kategorie: Land und Leute (Seite 1 von 3)

Alles, was man Persönlichkeiten und/oder Orten zuordnen kann. Vom Kneipentipp bis zur Biografie.

Die Corona-Leugner und die Nazi-Szene

Tom

Ich hab mir die Mühe gemacht, ich hab mich mit Verschwörungstheorien, mit alternativen Nachrichten und mit den möglichen Gewinnern einer Impfpflicht beschäftigt, habe versucht Quellenangaben zu prüfen und und
Und dann sehe ich vom Öko bis zum Normalo ein buntes Volk, was sich nicht schämt, mit den Nazis in einer Reihe zu marschieren. Hab ich so auch noch nicht gesehen, erst mit Corona. In Chats werde ich belehrt von Leuten, die sich selber für belesen halten, denn sie kennen die wahren Hintergründe. Mir wird schlecht. Ich würde mich nicht in eine Menge stellen, in denen die Reichsflagge geschwungen wird. Außerdem wäre ich sehr misstrauisch, warum ich plötzlich die gleichen Parolen, wie diese Gruppen brüllen würde.

Egal welche Theorie kommt, schon einfache Gegenfragen könnt ihr nicht beantworten. Nur der Klarheit wegen: ich bewerte damit nicht die Nach-Lockdown-Politik der Regierung, noch den Föderalismus. Es geht doch eher um die Frage, wer sich ganz grundsätzlich vertut. Auf der einen Seite die, die den Nachrichten grundsätzlich vertrauen und mit Abstrichen auch der Politik und den agierenden Figuren. Sie glauben auch an die Wissenschaft und die Meinungsfreiheit. Schlicht, sie sehen die Welt so bunt, wie sie ist und wie sie dargestellt wird (mit all den Abstrichen, die man aus Erfahrung macht).
Auf der anderen Seite sind die, die glauben, eine kleinere Gruppe von Mächtigen hält die Fäden in der Hand und steuert im Hintergrund das Geschehen. Alles, was in offiziellen Medien jeglicher Form gesagt wird, ist kontrolliert von einigen wenigen. Selbst die Experten, die zu Wort kommen, sind Teil des Systems oder gekauft, vielleicht manipuliert. Das Virus gibt es entweder gar nicht oder es ist nicht gefährlich, die Statistiken allesamt gefakt.

Eigentlich muss man nichts mehr sagen, das ist schon für sich stehend. Die ganze Welt, alle politischen Systeme kämpfen mit dem Virus, es ist unmöglich, diese unterschiedlichen Interessen, diese teilweise unberechenbaren Regierungen unter einen Hut zu bringen, ohne dass es Whistleblower hageln würde, sich kritische Stimmen mit echten Argumenten zu Wort melden, Ärzte aufbegehren, irgendeiner nicht mit der Lüge leben kann. Undenkbar.

Freiheit wird aus Mut gemacht. Aber nicht aus Dummheit. Schlimm genug, dass ihr diesen Satz in Anspruch nehmt, als würdet ihr Helden sein.

Wer motzt hat besser eine eigene Idee: Ob das jetzt meine ist oder andere die auch haben, ist mir erst mal egal, es ist schon sehr lange meine Überzeugung, ein Copyright hab ich vergessen anzumelden 😉 . Bei Krisen diesen Ausmaßes, also wenn das Thema Bevölkerungsschutz eine zentrale Rolle spielt, sind Regelungen unumgänglich. Diese müssen auf demokratischem Wege beschlossen werden. Wie groß die Einschnitte sein dürfen, wer das festlegt und wer das kontrolliert. Es muss genauso gemacht werden, wie die besten Fachleute aus diversen Gebieten es empfehlen. Und es muss einfließen, was jetzt an Lehren gezogen werden kann, einschließlich der Frage von Unterstützung. Ich wäre sogar für eine bundesweite Steuerung, ab Krisenstufe x, die vorübergehend den Ländern weisungsbefugt ist.

Genauso klar muss sein, ab welchem Zustand wieder zurück zu alten Verhältnissen gefunden werden muss, garantiert und versiegelt. In Hongkong würde ich erwarten, dass es daneben geht und China einfach ein Stück Kontrolle gewinnt. Im Land der verbugten, aber dezentralen Corona App habe ich den Glauben, dass wir uns in Krisenzeiten als Gemeinschaft stärken, wenn das Individualrecht der Vernunft folgend eingeschränkt wird, um im rechten Augenblick wieder Geltung zu haben. Ich erwarte von der Gesetzgebung, dass man z.B. nach Taiwan schaut, nur was Prävention angeht. Das man sich besser vorbereitet und die Schwächsten besser schützt. Ich erwarte auch, dass man gewisse Produktionsgüter im eigenen Land herstellen lässt und dass man die Forschung zwingt, auch für das Gemeinwohl mit zu verdienen, wenn öffentliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Woran ich nicht glaube und das macht mich traurig, dass der LKW-Versorgungsfahrer, die Kassiererin, der Pfleger oder die Ärztin mehr Respekt erfahren, als vorher. All die warmen Worte für die Altenpflegerinnen klingen noch im Ohr und scheinen doch schon vergessen. Ich hätte da noch ein paar andere Dinge zu beklagen, aber das mache ich ein anderes Mal.
Tom


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Tom ist auch Moderator auf reddit.com: r/reggae_de und hat u.a. den Telegram-Reggae-Kanal Dready-T verursacht. Mehr weiß sein Knecht: Tom_sein_Bot.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog BaxterWorks. Lesen und folgen: http://blog.baxterworks.de

Die Wahrheit, so hard to find…

Meinung

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

geht euch das genauso? Man weiß nicht mehr, was man glauben kann und was nicht. Entweder entpuppt sich eine Nachricht als Fake-News oder sie stammt von einer Verschwörungstheorie. Das Wort allein löst bei mir schon langsam einen Brechreiz aus.

Die ganze Welt ist im Corona-Trauma und die ganze Welt hat nur ein Thema. Wen wundert es, dass ganz abenteuerliche Theorien die Runde machen, wenn die Menschen in weiten Teilen der Welt weggesperrt werden, Angst geschürt wird und die leeren Innenstädte einen gruseligen Eindruck vermitteln. Von einer Freundin aus Mexiko höre ich, wie rigoros Polizei und Militär darauf achten, dass die Ausgangssperren befolgt werden. Dort spannt keiner Rettungsschirme auf.

Die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Sendern empfand ich als ganz schlecht, unkritisch, Angst schürend und arrogant gegenüber den Andersdenkenden. Wenn man für eine andere Meinung bereits zum Rechten, zum Spinner und Verwirrten erklärt wird und man sich in den Beiträgen fragt, ob diese Leute eine Gefahr sind. Als Unterstreichung kommen Interviews von unvorbereiteten Wehrlosen, die dem Zuschauer signalisieren sollen, dass wenig Verstand im Spiel ist. Die alternativen Medien werden pauschal ihrer Glaubwürdigkeit beraubt, denn da sind ja die Verschwörungsgläubigen zuhause.

Das ist zu einfach. Ich glaube nicht an eine heimliche Weltregierung, aber auch nicht, dass in der WHO Heilige sitzen. Es ist die Spur des Geldes, die mich zu den Fragen treibt. Wieso verdient Bill Gates mit oder in der Krise Geld, was ist das für ein Patent seiner Stiftung? Was macht die Pharmaindustrie und welche Interessen hat sie hier konkret?

Diese ganzen Interessen liegen nicht offen. Geld regiert die Welt. Man muss mit viel Halbwissen auskommen. Es darf sich doch keiner wundern, wenn man z.B. eine generelle Impfpflicht ablehnt, noch bevor sie richtig spruchreif wird, weil die genau von diesen genannten vernebelten Interessen umwoben ist. Es glaubt doch kein Mensch mehr, dass uns da irgendwer was Gutes will.

Mit der Zeit ist das Bild im TV wieder etwas schärfer geworden, zumindest das ZDF hegt wohl Zweifel an dem eingeschlagenen Kurs. Ein kurzer Clip von Berlin Direkt.

Die Fleischindustrie bekommt gerade Auflagen, endlich, auf einmal klappt das. Nicht weil uns die Angestellten Leid tun, wir finden es unappetitlich, wenn Leute mit Viren unser Essen anfassen.

Es fehlt an Vertrauen. In die Pharmaindustrie schon lange, die WHO verspielt gerade einen Rest, die Politik hat eine gute Chance vermasselt und die Öffentlich-Rechtlichen?

Sehr unterschiedlich in meiner Betrachtung. Es gibt immer noch gute Dokus und auch brauchbare Talkrunden. Ich fände es sehr gewinnbringend, wenn man dort noch kritischere Meinungen hören würde, und was ich noch wichtiger fände, wäre eine Art Aufarbeitung des Gesagten.

Es sind doch nicht alle gleich Verschwörungstheoretiker, nur weil sie misstrauisch gegenüber der Obrigkeit sind. Aufarbeitung und Entlarvung von Wahrheit und Trug sind viel überzeugender als Diffamierung. Abgesehen davon, ist es gar nicht so leicht, jede Theorie als Verschwörungstheorie zu identifizieren. Es ist ja nicht immer so abstrus, wie bei Xavier Naidoo oder bei der klassischen Bielefeld Verleugnung. Sowas bringt mich eher zum lachen.

Am Beispiel Gates kann man das Dilemma festmachen. Die Gerüchte sagen, der will alle impfen lassen und es gibt Implantate, die uns irgendwie schaden. Der erste Teil ist unstrittig, wenn ich mich richtig erinnere, kommt diese Idee von Bill Gates selber. (ausgesprochen auf einer Präsentation). Das zweite interessiert mich erst mal nicht, halte ich für ein Märchen oder eine Vision eines Geschäftsmannes, der, wie ein Freund neulich anmerkte, viel Erfahrung in Wettbewerb und Verdrängung von Mitbewerbern hat. Das kann man nicht abstreiten.

Für mich stellt sich eine andere Frage. Warum vergeben wir europäische Patente auf Wirkstoffe und Bestandteile der Natur? Und wenn man schon auf solche Ideen kommt, warum sorgt man nicht dafür, dass Medikamente oder eigentlich alles, was die öffentliche Hand mit Steuergeldern fördert, auch in Teilen der Öffentlichkeit zu Gute kommt?
Für mich sind die Gerüchte, das Teilwissen und die wenigen Fakten genug, um das als Grund anzusehen, die Rahmenbedingungen zu prüfen und dafür zu sorgen, dass Forschung nicht nur Einzelnen zu Gute kommt. Wäre ich Bruce Allmächtig und zuständig für die Gesetze, könnte ich zwar über so ein Vorgehen, dass man Bill Gates Stiftung nachsagt, die Nase rümpfen. Gleichzeitig wäre mir aber bewusst: Mist, da ist eine Schwäche in meinem System, die frech aber gerade noch legal ausgenutzt wird. Das würde ich entsprechend überarbeiten. Schade, bin ich nicht.

Es wäre sehr spannend, wenn z.B. Sarah Wagenknecht, der ich eine gute Einschätzung und Übersicht der Lage zutraue, in Regierungsverantwortung wäre. Sie benennt meiner Meinung nach die richtigen Baustellen. Dr. Püschel, der schon kurz bei Berlin Direkt zu hören war, muss man besondere Aufmerksamkeit schenken, weil der und sein Hamburger Krankenhaus, Untersuchungen an etwa 100 Corona-Opfern machen konnte.

Ich hab im Netz sehr viel deutlichere Worte gefunden, mich trotzdem für dieses Statement entschieden. Ich hoffe, ihr hattet Lust und Zeit die ARTE Doku aus meinem letzten Artikel zu sehen und habt eure eigenen Schlüsse gezogen. Ich hab es schon früher so ähnlich formuliert: Am Anfang war die Reaktion der Politik menschlich, geradezu beseelt. Als Merkels Runde zerbröselt ist, wurde das alte, hässliche Gesicht der Macht- und Wahlkämpfer schnell wieder sichtbar. Für mich hat das nichts mit dem Föderalismus zu tun. Wenn man gemeinsam aus dem Treffen gegangen wäre und hätte gemeinsam verkündet, ab jetzt sind die Regelungen regionaler und nicht mehr so einheitlich, ich hätte es ok gefunden. Aber sowohl Laschet, als auch Söder beschließen gemeinsam mit der Kanzlerin was, um am nächsten Tag was ganz anderes zu verkünden. Ränkeschmiede unter sich.

Söder hat sogar die Größe, die Verantwortung auf die Virologen zu schieben. „Die müssen uns die Zahlen liefern und die Grenzen festlegen“.

Da wir ja jetzt alle Fachleute sind, sei die Frage gestattet, warum nutzen wir unsere Testkapazitäten nur zur Hälfte? Wir zeigen mit dem Finger auf andere Länder und kommentieren Zahlen aus armen Ländern mit: das ist bestimmt falsch, die testen ja kaum. Warum dauert in diesem unserem Lande die Handy-App so lange. Kommt die überhaupt noch oder will man lieber nicht so genaue Werte?

Warum ändert man an dem R Wert rum und macht die anscheinend komplexe Methode noch undurchsichtiger. Wenn es hier um Daten aus einem Sportwettbewerb gehen würde oder um Wahlen, dann hätte man vermutlich Zahlen für jeden Blickwinkel oder man hätte den alten R Wert als Referenz immer noch weiter geführt. Man möchte eine solche Transparenz nicht, anders ist das nicht zu erklären.

Es sind sicher nicht alles verrückt gewordene Mediziner, die den Weg der Isolation kritisieren und in diesem Zusammenhang unser Immunsystem erwähnen. Isolation macht krank, das weiß man schon sehr lange. Der fehlende Austausch von Organismen und was weiß ich, was so herum flattert, der im Alltag statt findet, ist demnach wichtig und stärkt unsere Abwehrkräfte, die wir jetzt ganz dringend brauchen.

Ja, aber die vielen Toten und die Bilder aus New York?

Das sind unsere Fleischfabriken, über all dort, wo die Bedingungen so sind, wie ich sie mir in Slums und Flüchtlingslagern vorstelle, scheint das Virus erfolgreicher zu sein. In New York ist das Elend auch nicht überall gleich, genau wie in Rio.

Solche Zustände kennen wir hier nicht, bzw. nicht in dem Ausmaß. Wir sind nicht disziplinierter, als unsere Nachbarn, wir haben die gleiche Angst. Und nach meiner Meinung ist das auch in Berlin ein Thema. Jetzt stellt euch mal vor, ihr habt das alles entschieden und schon viel Schaden angerichtet und ihr gewinnt mehr und mehr die Überzeugung, oha, das war teuer. Es würde jedem schwer fallen, das sich und anderen einzugestehen. Und typisch für die Politik wäre es außerdem noch.

Das Virus ist da, es ist fies, weil unsichtbar, fast unberechenbar, weil unbekannt. Deswegen war Phase 1 richtig, das ist meine Überzeugung nach wie vor. Erste Erkenntnisse zeigen, was funktioniert hat und wo wir hilflos sind. Abstand halten und vermehrte Handhygiene reicht aus, um in der Gesellschaft zu leben. Aber unsere Altenheime und ähnliche Einrichtungen sind stark gefährdet, hier reicht das, was wir unseren PflegerInnen und anderem Personal an Schutz geboten haben, nicht aus.

Das Virus ist an der Stelle fast aufklärerisch unterwegs. Es findet die Schweinereien, die wir selber zulassen und nutzt, wie in New York, die Orte besonders gerne.

Es gibt Epidemiologen und Virologen, die sagen, es ist bereits zu spät, wenn wir merken, es (das Virus) ist da und wir haben schon Kranke. Dann kann man eine Ausbreitung nicht verhindern, soll heißen, wir merken Welle 1 nicht unbedingt, Diese Wissenschaftler sagen auch, es wird keine zweite Welle geben (das wäre für sie die dritte Welle). Die Verbreitung und die vermutete Herdenimmuninät ist bereits da. Wir hätten längst klarere Zahlen haben können. Auch hier kann man nur zu dem Schluss kommen, das es nicht gewünscht ist, mehr zu wissen.

Eines Tages kommt auch das ans Licht.

Tom

Wie solidarisch sind wir?

Heute hat die Bundeskanzlerin zum ersten Mal in ihrer langen Amtszeit zum Volk gesprochen, die Neujahrsansprachen mal außen vor gelassen.
Die ganze Welt hat nur noch ein Thema, Virologen erklären pausenlos, warum eine Verlangsamung der Ausbreitung so wichtig ist. Es müsste langsam jeder mitbekommen haben, dass z.B. ein Kind im Schnitt 3000 Menschen ansteckt und das die Symptome so mild verlaufen können, das der Träger es gar nicht für den Coronavirus hält, aber als Virenschleuder herumläuft.

Das wird starke negative Auswirkungen haben, keine Frage, vermutlich wird es vermehrt wiedermal die ‚Kleinen‘ treffen, die keine Kapitaldecke bilden konnten, um so eine Kriese zu überstehen.

Wie immer gibt es auch Gewinner, die gerade jetzt viel Umsatz machen, aber ich befürchte, die Verluste überwiegen deutlich.

Alternative? Fehlanzeige.
Wenn wir ungebremst weiter machen, wird laut Experten auch der Zeitpunkt kommen, wo sich das Virus nicht weiter vermehren kann, aber zu einem hohen Preis. In Italien müssen die Ärzte schon entscheiden, wer das Beatmungsgerät bekommt und wer nicht.

England macht alles falsch, glaube ich, Chaosmeister Johnson nimmt erst gar nichts ernst, dann nur halbherzige Maßnahmen. Die Briten haben 70% weniger Krankenhausbetten, als wir.

Dort wird es schnell zu dramatischen Zuständen kommen, da sind immer noch Schulen geöffnet und die Regierung scheint nicht wirklich zu handeln.

Enkel und Großeltern sollten komplett auf Kontakt verzichten. Zum Schutz der Großeltern.

Spätestens, als die Geschäfte zugemacht haben, mit den bekannten Ausnahmen, hätte auch dem letzten klar sein müssen, das die Lage außergewöhnlich ist. So ernst, dass Fabriken zumachen, Reisen untersagt werden und und und.

In Israel genau das andere Extrem. Handytracking. Sünder werden in der Öffentlichkeit einkassiert, wenn sie gegen Quarantäneauflagen verstoßen. Ein Mann, der wusste, dass er ansteckend ist, wurde aus einem vollen Zug geholt. Alle, die 10 Minuten neben einem Infizierten verbracht haben, werden per SMS in häusliche Quarantäne gesteckt.

Die Politik, die sonst nervende Debatten führt, schwafelt und nur an Posten und Macht denkt, ist plötzlich gefordert. Ich kann nicht beurteilen, was man alles hätte besser machen können.
Man merkt den Akteuren aber an, dass sie wirklich eine Aufgabe haben und es 1000 Baustellen gibt und überall Herausforderungen warten. Man ist sehr um Transparenz bemüht und die Experten tun ihren Teil, um das Wissen weiter zu geben.

Wahrscheinlich werden hinterher die, die jetzt nur an ihre Situation denken und keine Maßnahme richtig stützen, am lautesten schimpfen, dass nichts getan wurde.

Unfassbar finde ich (neben Hamsterkäufen), dass so viele Menschen ihr Ego entblößen.

„Es kommen bestimmt noch Ausgangssperren, da müssen wir jetzt noch mal die Zeit nutzen, Party zumachen, den Spielplatz benutzen, Parks bevölkern.“

eine Gruppe junger Frauen im Park

In Amerika stehen die Leute Schlange für Munition und Waffen, in Frankreich für Rotwein und in Holland für Chips. Wir kloppen uns um Klopapier. (Nachtrag: Die Türken horten auch Klopapier :o)
Es gibt sicher jetzt schon einige toller Beispiele für Solidarität und Miteinander. Aber die Menschheit an sich ist nicht halb so solidarisch, wie die Politik das gerne sehen würde.

Die, die jetzt immer noch nicht für ‚zuhause bleiben‘ und deutliche Reduzierung aller Kontakte sind, die werden auch nicht Mama Angela glauben.
Sie hat viel wichtiges und richtiges gesagt, wirkte aber dabei wie Mutter Pfarrerin. Es wird nicht reichen, diejenigen zu erreichen, die eh nur an sich selber denken.
Wir haben kein Tempolimit, trotz besserem Wissen, wir produzieren und kaufen Autos, die genau das Gegenteil von dem sind, was sie sein sollten.
Die Nachrichten der nächsten Tage werden vermutlich weiterhin Pappköppe zeigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass sie durch ihr rumlaufen die Zahlen der Infizierten, Unterversorgten und Toten nach oben treiben.
Man hat brauchbare Vergleiche aus der Zeit der spanischen Grippe gefunden. Zwei stark betroffene Gebiete in den USA haben sehr unterschiedlich reagiert. Die einen mit Sperren und Hygiene, die andere eigentlich gar nicht. Das Ergebnis ist so deutlich oder besser gesagt, in dem einen Gebiet sind so viele Menschen mehr gestorben, dass kein anderer Schluss zu ziehen ist, als #stayhome

Man will abwarten, ob diese Maßnahmen fruchten. Diese wertvolle Zeit wird teuer bezahlt. Deswegen bin ich schon jetzt für stärkere Auflagen, bis hin zur Ausgangssperre.

Mit nur einer Begründung, den Gesamtschaden für das gesamte Land so klein wie möglich halten.

Wenn man für die Zukunft Regelungen ausdenkt, dann kann man durchaus einige Maßnahmen beschließen und demokratisch auf den Weg bringen. Auch wenn die Maßnahme selber nicht wirklich demokratisch ist.

Andere Meinung? Hier ist genug Platz dafür.

Reisebericht aus dem Nordwesten des Iran

von Beda und Ulrike

Die Reise selber haben die beiden im September letzten Jahres gemacht. Nun ist der Bericht mit den vielen Fotos fertig. Wieder einmal bekommen wir Einblicke in das Leben im Iran, diesmal aus dem Nordwesten. Und es ist gut, dass es nicht immer die Bilder aus unseren Nachrichten sind.

Viel Freude beim Lesen: Neues aus Tee-Iran (Teil 14)
Tom

P.s. Das im Reisebericht angesprochene Tourist-Hunting zum Sprache lernen habe ich in China auch kennen gelernt. Oft waren es die Kellnerinnen und Kellner, die nebenbei Englisch gelernt haben und sich einfach gefreut haben, eine Lektion mit zu nehmen.

Nur für unsere Augen fremd
eine fröhliche Runde in einem Bergdorf mit Lehmziegelhäusern

Schauspieler im Iran

Mit etwas Verspätung, der Sommerpause sei dank, kommt der neue Reisebericht von Ulrike und Beda aus dem Iran.

Wie die beiden ins Filmgeschäft eingestiegen sind und was Sie dabei erlebt haben, könnt ihr hier lesen.

anstregende Dreharbeiten…

Doch noch News aus dem Iran

Tee-Iran

Nachdem ich schon das Ende der Berichte weitergegeben hatte, haben sich Ulrike und Beda zum Glück noch anders entschieden und präsentieren uns einen weiteren Reisebericht.

Ich bin schon ein paar Tage zu spät, aber in diesem Fall macht das hoffentlich nichts :o)
Tolle Bilder gibt es wieder zu sehen und einen Ausschnitt, den man sonst nicht zu sehen bekommt, zumindest nicht so.
Schaut einfach selber auf:  Neues aus Tee-Iran

Borudjerdi-Haus

App-Tipp: Flora incognita

Mach dein Smartphone ein Stück schlauer

Ich bin kein Pflanzenkenner, aber schau mir trotzdem gerne schöne Pflanzen an. Manchmal wüsste ich auch gerne den Namen des Gewächses, seltener den lateinischen, als den gebräuchlichen.

Nicht alle Apps, die ich ausprobiert habe, konnten eine Sonnenblume einwandfrei zuordnen. Am besten gefiel mir diese hier, Flora Incognita. Nicht zuletzt, weil sie von einer deutschen Hochschule (TU Ilmenau) entwickelt wurde und einen wissenschaftlichen Ansatz verfolgt.

Meine Tests seht ihr unten. Ganz ordentliches Ergebnis. Das unbekannte Kraut sind Glockenblumen. Das hatte die App sogar richtig erkannt, aber ich habe mich unwissenderweise nicht getraut, das Ergebnis zu bestätigen.

Jetzt, wo ich es besser weiß, kann ich es nicht mehr korrigieren. Also man kann sicher noch was verbessern. Trotzdem eine spannende App mit Mehrwert.

Hier findet ihr die App im playstore

 

 

 

 

App Tipp: Komoot

Komoot – Rad- und Wanderkarten mit Navigation

Bevor du dir die App lädst, kannst du dir die Homepage anschauen und dir selber einen Überblick verschaffen.

Nachtrag: Die App teilt Daten mit Facebook und google. Das mag ich nicht unterstützen.

Account gelöscht, App deinstalliert, gut ist

Letzter Bericht aus Teheran

Eine Erfahrung der besonderen Art

Noch einmal berichtet Ulrike aus dem Iran. Was sie und Beda dort alles erlebt haben, ist schon beeindruckend. Es hat Spaß gemacht, diese Eindrücke zu teilen.

Dass es überall auf der Welt nette und freundliche Menschen gibt, ist vermutlich die Erkenntnis eines jeden Reisenden. Es überrascht uns nicht, wenn jemand von seinem Australien-Abenteuer zurückkommt und voller positiver Eindrücke ist. Wenn das Reiseziel Iran heißt, denkt man – denke ich – an Konflikte, die komplizierten Beziehungen z.B. mit Saudi-Arabien und andere unschöne Nachrichten-Themen. Durch die WM hat man zumindest kurz auch mal was anderes vom Iran mitbekommen, immerhin waren sie ähnlich erfolgreich , wie der scheidende Weltmeister ;o)

Ulrike und Beda

Schön, dass ich auf diese Weise ein klein wenig von der Normalität, dem Alltag und von euren Eindrücken mitnehmen und betrachten konnte. Und nicht nur ich.

Schöne Details waren dabei. Den Toilettenstuhl finde ich interessant. :o)

Schade für uns, dass es keine weiteren Bilder und Berichte geben wird. Wohin geht es als nächstes? Deutschland ist euch jetzt bestimmt zu langweilig geworden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Aufenthalt dort und dem Knöchel weiter gute Besserung. Ich bin nach wie vor beeindruckt, wie mutig ihr losgezogen seid um diese Erfahrungen zu machen. Es war ja nicht einfach ein Urlaub, sondern auch Arbeit und Alltag und  nicht geplant auch Krankenhaus, sprich das pralle Leben. Hut ab, ihr beiden. Kommt gut zurück.

Hier geht es zum 11. und letzten Bericht von Ulrike und Beda.

Knöchelbruch in Dizin

Die Fortsetzung aus dem Iran ist online

Ich habe mir vorgenommen, nur zu schreiben, wenn ich Lust habe. Egal wie unregelmäßig das sein wird. Und das klappt ganz prima :oD

Und auch wenn mein Beitrag erneut ’nur‘ eine Weiterleitung darstellt, so tue ich das in vollem Bewusstsein und bei mehr oder weniger klarem Verstand gerne. Das nur vorab, damit es nicht wieder so viele Kommentare hagelt ;o)

Wo ist denn bitte schön Dizin? Dizin ist das Winterberg der Menschen in Teheran. Ja, ein Skigebiet im Iran. Weiß dort jedes Kind, du jetzt auch.

Iranisches Skigebiet bei Dizin

Mit dem letzten Artikel über meine aus dem Iran bloggende Verwandtschaft, habe ich schon auf Schnee in Teheran ‚hingewiesen‚. Und ihr habt, sofern ihr dem Link gefolgt seid, über ein sympathisches Land gelesen, über ein Abenteuer im Abenteuer. Allerdings war das letzte Abenteuer ein geplantes.

Noch heil und unversehrt: Beda und Ulrike

Jetzt wurde ein Ausflug zum Abenteuer, eine geführte Abfahrt auf dem Sanischlitten inklusive. Oha, gute Besserung auch von mir, das klingt übel. Hoffentlich hast du nicht soooo lange Schmerzen und Last damit, wie es jetzt befürchtet wird.

Was ist passiert? Das lest ihr im Original hier: Abenteuer Teheran.

Meinen Bruder zitiere ich mal ungefragt: „Interessant, wie sich doch der Alltag vor Ort und die Tagesschau-Welt von einander unterscheiden„.  Finde ich auch.

Die besten Wünsche von hier nach dort. Gute Besserung! Und auch wenn es hier noch ein paar Stunden sind: Frohes neues Jahr und viel Glück im Jahr 1397 :o)

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