Meditation für Skeptiker

Meditation für Skeptiker

Meine größte Hürde auf dem Weg zur Meditation und Achtsamkeit war und ist das Getue drum herum. Ich setz mich doch nicht mit lauter Blumenkindern in einen Kreis und mache OMMMMM. Nee, echt nicht.

Wenn ich in Laos oder Tibet einen Mönch sehe, erwarte ich fast, dass er meditieren kann, der Hausfrau um die Ecke gestehe ich das nicht zu, so viel Selbstkritik muss sein. Ich stelle fest, da gibt es Vorbehalte und Vorurteile.

Nun musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Thema beschäftigen. Stärkung der Selbstheilungskräfte war das Stichwort. Zu meinem Glück bekam ich meinen ersten Unterricht nicht von einem Blumenkind, wer weiß, ob ich da zugehört hätte…

Mein Bettnachbar im Krankenhaus hat jeden Morgen erst mal ein paar Übungen gemacht. Ob ich geguckt habe oder geschlafen, es hat ihn nicht gejuckt.

„Moin, was machst denn da?“ „Qi Gong“

Karate in Zeitlupe, so war seine kurze Erklärung auf meine spätere Nachfrage.

Im Krankenhaus wurde jeden Morgen eine Runde Yoga angeboten. Nach dem Abfall der Scheu hat mir das gut gefallen. Den Singsang dabei und die Klangschale hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber egal.

Auf diese Weise bin ich, trotz Gegenwehr, mit der ein oder anderen Technik in Berührung gekommen und meine Einstellung hat sich verändert. Ich bin etwas kleinlauter, demütiger und respektvoller im Umgang mit unbekannten Methoden geworden. Im Zweifelsfall probiere ich heute erst was aus, bevor ich zu lästern wage.

Mittlerweile meditiere ich jeden Tag mindestens einmal, manchmal nur ein paar Minuten. Einige Übungen kann man sogar nebenher machen, so wie es in den Tag passt. Ich bin beeindruckt, wie schnell man messbare Ergebnisse erzielen kann: Blutdruck senken und Kreislauf in Schwung bringen, nur durch denken. Was geht noch?

Da ich persönlich ein Buch besonders hilfreich fand, möchte ich das hier auch nennen. In dem Text erklärt ein Neurologe und Wissenschaftler die Meditation und was diese im Körper auslöst. Genau richtig für mich, der erst Beweise sehen muss, bevor er glauben kann.

Ulrich Ott – Meditation für Skeptiker (Droemer, ISBN 978-3-426-30070-1)

Ok, soweit von mir. Bilder hab ich aus der Mediathek eingefügt.

Servus!

2 Antworten auf „Meditation für Skeptiker“

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