Moderne Krankenhauskost (mit Rezept)

Die leckeren Wraps von Mirko

Nur auf den ersten Blick mag es überraschend sein, dass dieser kulinarische Hinweis aus einem Krankenhaus kommt. Wenn man dann weiß, dass dort ein junger, motivierter Koch zusammen mit einer funktionierenden, freundlichen und fleißigen Truppe arbeitet, dann ist es eher ein Ergebnis von guter Arbeit.

Da mein Aufenthalt in Sundern im schönen Sauerland nicht mit einer OP oder ähnlichen Eingriffen zu tun hatte, war ich durchaus in der Lage, mich über das Essen zu freuen.

Klick auf das Bild, um es in Originalgröße zu öffnen

Meine liebe Frau kam gerade zu Besuch, als ich die Reste einer solchen Mahlzeit noch auf dem Teller hatte. Kurze Zeit später waren schon zwei Menschen ganz angetan von den leckeren Wraps. Ich hätte ein Foto machen sollen… nun ist es meine Erinnerung, die mir das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. (Bild nachträglich unten eingefügt)

Unser Lob blieb nicht ungehört und hat Koch Mirko gefreut. Ein paar Minuten später hatte er uns das Rezept notiert und sinngemäß dazu gesagt:

„Ich habe ein paar Anmerkungen dazu geschrieben, damit es auch so gelingt, wie ihr es hier gegessen habt.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ach doch, aber das ist ein anderer Artikel… in Kürze hier.

Nachtrag: Ein Bild von den Wraps, hmm lecker.

Silvia’s Wraps nach dem Rezept aus Sundern.

Brot von gestern

Vielleicht bekomme ich ja noch raus, von wem das gesprochen wurde. Bis heute weiß ich nur, wer mir das weitergeleitet hat.

Herzliche Grüße an Helmut auf diesem Weg. (Mögen deine Obstgärten reiche Früchte tragen :o)

Um was geht es denn hier bitte?

Ein kurzes, amüsantes Video aus der Bäckerei. Film ab.

Wenn du weißt, vom wem das gesprochen ist, schreib doch bitte einen Kommentar, vielen Dank.

Schönes Wochenende.

App-Tipp: Knoten 3D (Knots 3D)

App-Tipp November 2017

Wer einen Bootsführerschein oder Segelschein macht, braucht sie. Die meisten Kletterer kommen ohne sie nicht zurecht. Manchmal hat man sie in der Zunge: die guten alten Knoten.

In der App werden Knoten erstmal gruppiert nach Anwendungsgebiet. Ordentliche Animationen zeigen jeden Knoten und wie er gemacht wird.

Dazu gibt es ggf. Hinweise auf bessere Alternativen und Tipps für die Anwendung.

Die App ist schick gemacht, lehrreich und informativ. Mit nur wenig Fantasie ist es auch eine Geschicklichkeitsübung oder eine spielerische Herausforderung.

Der Titel ist Englisch, aber die Texte und Erklärungen sind in deutscher Sprache.

Fazit: Knoten macht man immer wieder mal. Warum nicht ein paar neue lernen? Gut präsentierte Anleitungen. Tolle App. Außerdem ohne Werbung.

Die App war zum Zeitpunkt, als ich den Artikel geschrieben habe, kostenlos. Es macht die App nicht schlechter, aber natürlich unattraktiver, wenn man nun dafür zahlen muss.

Hier geht es zur App.

Weitere App-Tipps

 

Film: Die wunderbaren Kräfte der Hypnose

Schon in der Schule hat mich das Thema Hypnose beschäftigt, als irgendein Magier seine Hypnosekünste vorstellte und reihenweise Menschen von meiner Schule in Trance versetzt hat.

Damals habe ich nach dem Trick gesucht, dem doppelten Boden. Skeptisch ist zu wenig, ich war ablehnend ungläubig.

Dann hatte ich das Glück den Onkel eines Schulfreundes zu erleben. Vizeweltmeister der Magier (nein, Hypnose hat nichts mit Magie zu tun, ist aber dennoch magisch 🙂, schon in den USA bekannt und bei uns im TV (Grüße an Claudius, falls er je hier entlang kommt :). Jedenfalls hat der nicht nur unglaubliche Fertigkeiten mit Spielkarten drauf gehabt, er hat Claudius vom Fleck weg hypnotisiert und gegen seinen Vater ‚antreten‘ lassen.

Ohne näher auf diese Begebenheiten eingehen zu wollen, das war sehr beeindruckend und vor allem, es war kein Trick im Sinne von veräppeln.

Mich hat das damals zu dieser Denkweise gebracht: Wenn das Hirn mit Impulsen und Schwingungen arbeitet, die durch den Körper gehen, umgewandelte Signale, die durch unsere Sinne erfasst werden, um wieder in elektromagnetische Schwingungen gewandelt zu werden, dann ist es fast sicher auch möglich, die Signale auch von außen zu geben… Das fand ich faszinierend bis abschreckend.

Bei diesem Halbwissen ist es lange geblieben, immer vermengt mit dem unguten Gefühl, dass man bei Hypnose willenloses Opfer eines Weißkittels ist… nee, geh weg.

Seit einiger Zeit erlerne ich die Meditation, u.a. als Mittel gegen Schmerzen. Auch da musste ich erst meine Vorurteile über Bord werfen, mein inneres Bild korrigieren, von sektenähnlichen Wesen, die gemeinsam wirr reden und ommm machen :o) So in etwa.

Ich tue mich immer noch schwer, wenn bei Übungen zu viel Klangschale und Singsang dabei ist, das ist eben nicht meins.

Aber ich habe mittlerweile ein eigenes Meditationskissen, gestalte also mein eigenes Ritual. Das könnte man auch weglassen, aber es hilft mir einen bestimmten Zustand schneller zu erreichen, weil man neben Bildern auch das mittlerweile bekannte Gefühl der Entspannung (Schwere) mit seinem Ritual verbindet und diese Erinnerung nach einer Weile immer schneller abrufen kann. Die Meditation verstehe ich dabei als eine Art Vorstufe der Hypnose. Und diese Kraft zu erleben, die eigene Kraft, das ist was schönes, erhebendes, positives.

Achtung: Film nur bis 15.11.2017 abrufbar

Etwas mehr als gefährliches Halbwissen und meine mäßig beschriebenen Erfahrungen vermittelt der Film, der diese Tage auf Arte lief und bis zum 15. November 2017 zur Verfügung steht.

Video: Die wunderbaren Kräfte der Hypnose (52 Minuten)

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Vielen Dank an Stefan für den Hinweis auf den Film!

 

 

eSport Fussball wird erwachsen

VfL Bochum steigt in den eSport Spielbetrieb ein.

Für einige undenkbar, für andere längst überfällig, viele Wissen nicht mal, worum es geht: die Rede ist von eSports. Ja richtig, spielen an der Konsole oder dem PC. Die Fifa Serie von Electronic Arts ist seit den Neunzigern bekannt. Mittlerweile lassen sich damit wirklich prima Fußballspiele simulieren.

Im Freundeskreis haben wir schon vor 10 Jahren die Pixelkicker-Turniere veranstaltet, jetzt ist das Thema bei den echten Vereinen angekommen.

Der VfL Bochum steigt als 5. deutscher Proficlub und als erster Zweitligist in den professionellen Spielbetrieb ein. Zwei Spieler, 19 und 21 Jahre alt und schon bei diversen Turnieren erfolgreich, sind die Grundpfeiler der ersten Saison. Der VfL setzt nach eigenen Angaben auch im eSport auf den Nachwuchs, der dann auch zusammen mit den beiden Profi-Gamern trainieren soll.

Ist das denn ernsthaft ein Sport?

Wenn sich Hunderttausende in Wettbewerben messen, an Taktiken feilen und Spielzüge trainieren, dann ist das ganz klar sportlicher Wettbewerb. Mehr muss man nicht sagen.

Vor Jahren gab es auch schon tolle (Fußball)Spiele am PC, aber der Fifa-Titel war noch keine echte Simulation. Wer heute erfolgreich spielen will, der muss schon ein gewisses Maß an Spielverständnis aufbringen oder kann das Spiel sogar hier erlernen.

Wer es nicht glaubt, der lese an dieser Stelle weiter und schaut sich mal ein Spielchen an…

Kein guter Streich

Es soll ja hier kein reiner Fußball-Blog sein, aber das Thema bietet so schön viele Emotionen, über die man sich auslassen kann, manchmal muss 😉

Vor einiger Zeit habe ich das mit dem Artikel ‚Die Robbenschwalbe‚ gemacht, um mir Luft zu verschaffen und auch heute kann ich mich wieder über mangelnde Fairness und schlechte Vorbilder beklagen.

Freiburg, einstige Hochburg des fairen Fußballs, ist Ort des Geschehens. Der BVB zu Gast im Breisgau. Das Spiel einseitig langweilig, bis zum Schluss keine Tore. Bittere Bilanz des BVB: Zwei Verletzte.

Einer davon Marcel Schmelzer. Von hinten getroffen, bitter vom Freiburger am Standbein getroffen …aua (@Sky: müsst ihr das 20x wiederholen?). Der Schiedsrichter zückt die gelbe Karte.

Und nun kommt die neue Regelung zum Einsatz. Der Videoschiedsrichter greift ein, (das soll er nur bei klaren Fehlentscheidungen), dann einen Moment Beratung und schließlich korrigiert der Mann in Gelb sich und zeigt nachträglich glatt rot. Begründung überflüssig, auch für die Experten im TV eine klare Sache. Alles richtig so.

Herr Streich (der Freiburger Trainer) packt sich an den Kopf, rauft sich Haare, winkt ab, lacht sarkastisch. Hallo? Der Schiedsrichter, der das sachlich ruhig durchgezogen hat, signalisiert für alle gut sichtbar: der Hauptschiedsrichter in Köln hat eine Zeitlupe studiert.

Das muss doch für den Freiburger Trainer klar sein, dass der Mann am Bildschirm mehr sieht, mit Slowmo und 9 Wiederholungen. Muss man sich dann so aufführen? Bei allem Verständnis für den Druck eines Trainers, aber so geht das nicht.

Nebenbei wird Marcel Schmelzer mit der Trage vom Platz und dann ins Krankenhaus gebracht.

In der Halbzeit kein Wort im TV über dieses wenig vorbildliche Verhalten des Heimtrainers. Der DFB gibt sich immer so eine Mühe mit Fairplay rund um den Fußball, ich bin gespannt, ob das eine gelbe Karte für Christian Streich gibt.

Der Mann hat heute bei mir Punkte verloren. Vielleicht guckt er sich ein paar Wiederholungen an und besucht Herrn Schmelzer anschließend im Krankenhaus.
Gut das morgen Bochum spielt. Endlich wieder Fußball :o)

VfL leiht sich Top-Talent

Leihgeschäft

Der VfL Bochum wird zum Ende der Transferperiode noch mal aktiv. Nur geliehen und nur bis zum Saisonende könnte man sagen, interessant ist der Mann trotzdem. Immerhin ist er für den königsblauen Nachbarn so wichtig, dass man seinen Vertrag jetzt schon bis 2020 verlängert hat (bevor er sich vermutlich in den VfL verliebt). Luke Hemmerich ist sein Name und er ist einer für das defensive Mittelfeld. 19 Jahre, gebürtiger Essener.

Etwas wehmütig denke ich an Leon Goretzka zurück, der (zu) früh abgegeben werden musste. Und er war ja nicht der einzige Leistungsträger. Will Bulut vielleicht schon wieder zurück? 🙂

An dieser Stelle ein kurzes Fazit des Spiels gegen Dresden, dem ersten Heimsieg der Saison: Eine Halbzeit gut, zweite Halbzeit kaum anwesend. Unverständlich wenig hat nach der Pause funktioniert.

Was wäre der VfL Sturm ohne Felix Bastians, für den ich mich sehr freue. Seine 2 Tore waren ganz, ganz wichtig. Die Körpersprache nach den Treffern zeigte deutlich das Ziel des Kapitäns: GEWINNEN. Sehr vorbildlich, fast sogar drei Treffer…

Den dritten Treffer hat dann Lukas Hinterseer gemacht (Endstand 3:2). Auch ganz wichtig. Der braucht Selbstbewusstsein und Erfolg, wie jeder Stürmer. Ganz klar ein Hoffnungsträger.

Das Sorgenkind war indes das Mittelfeld, da hat nicht wirklich viel funktioniert, teilweise ein sehr schwaches Aufbauspiel mit vielen Fehlern. Und damit sind wir wieder beim Thema. Verstärkung auf der Sechs kann Bochum gut gebrauchen. Herzlich willkommen beim VfL!

Mehr Berichte und mehr VfL in ‚meinem‘ VFL-Bochum-Flipboard

Thema Solar: Noch interessant oder wieder out? Experteninterview.

Die Kraft der Sonne

Nach anfänglichem Hype um das Thema Solarenergie, vielen Fördergeldern, etlichen Firmengründungen und fast genauso vielen Pleiten, ist es ruhig geworden um das Thema. Wir fragen nach, ob es sich als Privatmensch lohnt, das Thema weiterhin zu verfolgen.
Wir freuen uns, dass wir dazu Stefan befragen können. Stefan ist seit etlichen Jahren in der Branche tätig, hält u.a. Vorträge und weiß, wie es um die Solarenergie, bzw deren Nutzung, bestellt ist.

Tom: Hallo Stefan, du bist schon sehr lange an dem Thema Solar dran. Ist der Hype vorbei oder geht es erst richtig los?

es muss nicht immer ein ganzes Dach sein

Stefan: Zu den Pionieren habe ich nicht gehört, bin aber seit 2010 aktiv dabei. In dieser Zeit habe ich die ein oder andere Anlage projektiert, vertrieben und installiert. (zwinkert, Anm. d. Red.)

Von einem Hype kann man nicht mehr sprechen, der ist in der Tat erstmal vorbei.
Aber es gibt Gründe, sich eine Photovoltaikanlage zu installieren:

Kosten sparen. Das klappt am besten, indem ich auf der einen Seite weniger Strom einkaufen muss und auf der anderen Seite überschüssigen Strom zu ähnlichen Preisen verkaufen kann. Beides trägt zur Abzahlung der Anschaffungskosten bei. Seit April 2012 bekommt man bei der Stromeinspeisung aber weniger, als der Strom im Einkauf kostet.
Wenn ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, hält sich mein Eigenverbrauch tagsüber, wenn die Sonne scheint, in Grenzen und ich muss den Strom billig an den Netzbetreiber verramschen. Das ist nicht attraktiv und hat das Interesse an Photovoltaikanlagen zurückgehen lassen. Wenn ich allerdings tagsüber zuhause bin und ein paar Euro über habe, würde ich mir sofort ein Angebot erstellen lassen.

Tom: Wäre es dann nicht eine logische Alternative, den selbst erzeugten Strom in einem Batteriesystem zu speichern, um ihn später verbrauchen zu können, wenn man zuhause ist?

So schick kann das aussehen

Stefan: Ein paar Überlegungen sprechen dagegen: Photovoltaik-Batterien kosten noch eine ganze Menge. Bei der Speicherung in Batterien und der späteren Entnahme habe ich außerdem Verluste. Mir steht also weniger Strom vom Dach zur Verfügung als ursprünglich erzeugt wurde.
Die Amortisationsrechnungen, die ich kenne, ignorieren diese Verluste gern. Solche Speicher rechnen sich nur, wenn in der Zukunft der Strompreis massiv steigen würde. Bloß wie der sich entwickelt, ist beim Anlagenkauf heute reine Spekulation. Es ist also eine gehörige Portion Unsicherheit im Spiel. Ökologisch ist es auch nicht unkritisch, da mir keine Anlage bekannt ist, mit der Lithium-Ionen Akkus am Ende der Lebensdauer, also nach ca. 20 Jahren, recycelt werden könnten.

Tom:  Ich hätte gedacht, Solar erhält noch schneller Einzug bei z.B. Kleidung, Rucksäcken, Autodächern, usw. Warum gibt es das nicht? Sind die Flächen nicht groß genug?

Stefan: In der Tat ist die Leistung auf den kleinen Flächen begrenzt. Wenn Du

Solar Panels bei einem Kunden von Stefan

auf einem Autodach einen halben Quadratmeter hast, erzeugst Du bei guter Sonneneinstrahlung gerade einmal um die 60 W, soviel wie in den Zeiten vor der LED eine Glühbirne verbraucht hat. Oft ist es weniger, weil der Himmel nur bedeckt ist.
Damit kommst Du nicht allzu weit. An Kleidung ist die Fläche kleiner und die Ausrichtung zur Sonne ungünstiger. Bei Betrachtung der elektrischen Leistung ist das nur für Anwendungen mit geringem Energieverbrauch interessant. Auf der anderen Seite ist die Lebensdauer von Kleidung nicht allzu lang und damit erzeugst Du wieder jede Menge Elektroschrott.

Tom: Wie bekommt man denn als Laie heraus, ob ein Panel groß genug ist, bzw. ausreichend Ladestrom fließt? Kann man das selber errechnen ohne Physikstudium oder Elekrikerausbildung?

Beispiel Powerbank. Nehmen wir eine mit 10.000 mAh. Wie groß müsste ein Solarpanel sein, wenn das Gerät innerhalb von 3 Tagen komplett geladen sein soll, Sonne mal vorausgesetzt. Was ist denn ein guter Wert für Ladestrom?

Stefan: In Norddeutschland erzeugen Module eine Leistung von durchschnittlich 100 W / m2. Damit kannst Du ausrechnen, dass Deine Powerbank, die 50 Wh haben müsste, 70 cm2 Modulfläche erfordert, um bei durchschnittlichem Wetter in 3 Tagen geladen zu werden.
Wenn ich die Verluste in Ladeeinheit und Batterie berücksichtige, lande ich bei 90 cm2. Das sind z.B. 9 cm x 10 cm. In der trüben Jahreszeit würde ich höher gehen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, liegt der Ladestrom bei bis zu etwa 270 mA.
Das ist nicht ganz mein Fachgebiet. Normalerweise projektieren ich Anlagen für Hausdächer. Eine Powerbank nutze ich nicht, da eigentlich immer irgendwo eine Steckdose in der Nähe ist. Und für das Auto gibt es Adapter zum Anschluss ans Bordnetz. Wichtig ist mir dabei auch, dass Powerbanks natürlich nur wenige Jahre Lebensdauer haben und dann im Elektroschrott landen. Das möchte und muss ich nicht unterstützen.

Tom: Mal weg von den kleinen Geräten. Du installierst, wie du erzählst, selber Solaranlagen auf dem Dach der Kunden, bzw. konzipierst das und lässt montieren, ist das korrekt?
Ich habe die App gesehen, mit der du den täglichen Bericht abrufen kannst, was die Anlagen leisten. Das klingt super. Kann man damit als Kunde tatsächlich Strom sparen? Wie lange muss die Anlage laufen, damit alle Kosten für Montage und Service Pi mal Daumen wieder drin sind? Und welche Summen bewegt man da etwa?

Stefan: Nach der Planung biete ich dem Kunden eine Anlage an und

Fachgerechter Aufbau

beantworte seine/ihre Fragen. Nach der Beauftragung bestelle ich das Material und die Handwerker. Am Installationstag bin ich vor Ort, um sicherzustellen, dass alles richtig installiert und angeschlossen wird. Nebenbei kümmere ich mich um die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber.
Es gibt für alle Wechselrichter – das sind die Komponenten, die den Strom vom Dach in das umwandeln, was wir aus der Steckdose kennen – Möglichkeiten, sich den Verbrauch über das Internet anzusehen. Auf dem gleichen Weg wird man auch über Störungen benachrichtigt.

Bei den von mir geplanten Anlagen lagen die Amortisationszeiten zwischen acht und zwölf Jahren. Aber das muss natürlich für jede Anlage individuell ermittelt werden und hängt unter anderem davon ab, wie das Haus ausgerichtet ist und wie alt der Zählerschrank ist (es gibt bei Zählerschränken keine Bestandsgarantie. Wenn er alt ist, muss man oft einiges erneuern. Und wenn man da einmal anfängt…).

Die Vergütung nach dem EEG, dem Erneuerbare Energien Gesetz, ist für 20 Jahre plus dem Installationsjahr pro Kilowattstunde festgelegt. Damit weiß man, was man für an den Netzbetreiber verkauften Strom bekommt. Der Wert des eigenverbrauchten Stroms hängt natürlich vom Wert bzw. Preis des vermiedenen Stromverbrauchs ab.

Eine kleine Anlage, d.h. in einer sinnvollen Größe für ein Einfamilienhaus, kostet zwischen 5000 € und 6000 €.

Tom: Gibt es Dächer, wo du sagst, das geht hier nicht? Oder geht jedes Dach? Wo geht es besonders gut oder besonders schlecht?

Stefan: Dächer Richtung Süden bringen den höchsten Ertrag. Mit der Änderung der Richtung sinkt er etwas. Wenn man aber nur morgens und abends zuhause ist, kann es auch sinnvoll sein, die Anlage auf ein Ost-West-Dach zu setzen, um Erzeugung und Eigenverbrauch abzustimmen.

Ein KO-Kriterium ist es, wenn die Tragfähigkeit des Dachs zu knapp ausgelegt ist und es damit das zusätzliche Gewicht des Dachgestells und der Module nicht verkraften würde. Das kommt aber eher mal bei Supermarktdächern vor. Mir ist noch kein Dach eingestürzt (lacht).

Dächer mit Blitzableitern müssen vorsichtig geplant werden. Da sind Trennabstände einzuhalten oder DC-Trenner und hochvoltfeste Erdungskabel zu verwenden. Diese Aufwände und Kosten müssen von vornherein berücksichtigt werden. Hier liegt auch der Grund, warum man die Planung als Laie nicht selber machen sollte.

Tom: Du bist in Niedersachsen zuhause, machst du das nur vor Ort oder ist das egal, wer dich beauftragt?

Stefan: Die meisten meiner Anlagen sind in Niedersachsen montiert und in Betrieb, ich habe aber auch schon eine in der Nähe von Freising bei München installiert und aktuell eine Anfrage aus dem Raum Düsseldorf. Hilfreich ist, wenn der Kunde einen Haus-und-Hof-Elektromeister seines Vertrauens hat, mit dem ich dann kooperieren kann.

Tom: Vielen Dank, Stefan. Ich wünsche Dir viel Erfolg und allzeit gutes Wetter. Kommentare und Anfragen leite ich an dich weiter.

Stefan: Vielen Dank für die interessanten Fragen. Bitte meldet euch, wenn noch etwas unklar ist. Entweder über einen Kommentar hier oder über Tom (vielen Dank dafür).