Was (Groß)eltern über WhatsApp wissen sollten

Ja, ich bin richtig anti WhatsApp und auch gegen Facebook. Die Ideen von dem Herrn Zuckerberg sind genau das Gegenteil von dem, was ich für gut halten würde. Und er versteckt nicht mal seine Absichten, nur mit Details und mit klaren Antworten hält er sich zurück.

Im US-Senat wurde er gefragt, ob er mithelfen würde, ein Gesetz umzusetzen, mit dem Audiodaten aus WhatsApp-Accounts von Kindern, die im Chat Sprachnachrichten verschickt haben, irgendwann gelöscht werden. Das Thema hatte mehr Brisanz bekommen, nachdem raus gekommen ist, dass selbst das gesprochene Wort im Chat für personalisierte Werbung ausgewertet wird. Der Facebook-Chef konnte und wollte  es nicht zusagen.

Das ist jetzt der Moment wo du entsetzt aufschreien musst.

D.h. auch, dass der eventuelle Kinderquatsch, leichtfertige Formulierungen, aber auch kommerzielle Wünsche und und und, auf Dauer der Person zugeordnet bleiben.

Die Journalistin Katharina Nocun hat ihre Recherchen in ihrem Podcast verarbeitet. Sie zeigt ein Bild von Facebook/WhatsApp, dass eigentlich jeder Nutzer kennen müsste.

Leider sind ausgerechnet die heutigen Nutzer mit einer Gleichgültigkeit unterwegs, die späteren Generationen das Leben unnötig schwer machen wird. Schon jetzt haben einige wenige die Kontrolle über einen Großteil der sozialen Medien und keinen stört es so wirklich.

Zumindest Eltern sollten doch wissen, was sie ihren Kindern mit dem Zugang zu solchen Medien antun. Wir sagen heute noch frei raus, was wir denken, zumindest meistens und zumindest in der sogenannten freien Welt. 

Kann das die nächste Generation auch noch? Oder muss sie immer im Hinterkopf haben, dass irgendwer mithört, speichert, kontrolliert. Für mich ist das eine ganz massive Einschränkung der Freiheit, die teilweise schon real existent ist.  

Statt gleichgültig zu sagen: „Ja, aber das nutzen doch alle“ könnte man ja auch die eigene Meinung üben, Alternativen benutzen. Aber selbst im Bekanntenkreis werde ich abgestempelt als nörgelnder Bedenkenträger, da kann ich 20x Recht haben. Ein wenig Schulung und Sensibilisierung der Kinder kann vielleicht helfen und sicher nicht schaden, aber dazu müssen die Eltern sich wenigstens ein wenig mit dem Thema beschäftigen und die Gefahr verstehen, die ich und andere hier sehen.

Aus diesem Grund ist das auch ganz prima, dass nicht ich den Podcast gemacht habe, sondern eine Fachfrau, die das gelernt hat. Hört doch einfach mal rein, der Podcast ist natürlich kostenlos und mit fast jedem Gerät abrufbar

Nix zu verbergen – von Katharina Nocun

Mein Weg zu diesem Podcast führte über Dirk, vielen Dank für den Link. Den nächsten Artikel schreibst du :o)

Gut erklärt

Weiterbildung

Bei YouTube gibt es unzählige Anleitungen und Erklärvideos in jeglicher Qualität. Eine ganz besondere Form davon sind Videos mit Zeichnungen, die während der Erklärung entstehen und das Gesagte illustrieren.

Ein Beispiel möchte ich hier zeigen und gleichzeitig aufrufen, über die Kommentarfunktion weitere gute Beispiele zu sammeln. Ggf aktualisiere ich diesen Artikel.

Nicht ganz neu, aber ein Musterbeispiel liefert dieses Video:

Toll gezeichnet, gut besprochen, guter Inhalt – sehr empfehlenswert.

Spiel des Lebens auf chinesisch

Das Sozialkreditpunktesystem

China macht aus dem ganzen Leben ein gigantisches Spiel mit Punkten. Wer sich innerhalb des Regelwerkes bewegt bekommt Punkte, wer dagegen verstößt, wird bestraft.
Wenn man dem Artikel in der FAZ Glauben schenkt, dann punktet man u.a. mit Gesetzestreue, moralischem Wohlverhalten, sozialem Engagement und zum Beispiel Aktivitäten im öffentlichen Interesse und Umweltschutz.

Wer nicht punktet wird bestraft. So können Chinas Entscheider künftig auch festlegen, welches Produkt Punkte bringt und welches nicht. Ausländisches Auto? Geht gar nicht: 0 Punkte.
Man benötigt nur wenig Fantasie für weitere Beispiele. Doofes Spiel, die Bank gewinnt immer.

Quelle: FAZ.
Weitere Artikel zum Thema: Das Ende der Freiheit.

Vielen Dank an Matthias für den Hinweis auf den Artikel

China ist überall

Wir müssen nicht bis China gucken, haben selber genug Überwachung im Lande oder im Netz. Schlimmer, wir geben unsere Privatsphäre sogar freiwillig her und finden die Werkzeuge auch noch cool (WhatsApp, google, Facebook usw).

Wie weit die Überwachungstechnik ist, konnte man am Rande der letzten Wahlkämpfe beobachten oder der Fachpresse entnehmen.

Quasi ein  Nebenprodukt der Überwachungsindustrie ist eine Software von Microsoft.

Zeige ein Bild mit einem Gesicht und die Software sagt dir das Alter der Person.

Ausprobiert habe ich das und es funktioniert erschreckend gut. Nimm am besten ein Bild von deinem Nachbarn ;o)

Möchtest du auch mal? Hier geht es zum Dienst von Microsoft.